Wir halten die Kosten gering und verzichten auf verwirrende Preisstaffelungen

1. Vermittlungs- bzw. Betreuungshonorar

Dieses Honorar beinhaltet alle notwendigen Leistungen, die unsererseits als Vermittlungstätigkeit erbracht werden.

2. Monatliche Kosten

Diese Betreuungskosten, die an das polnische Unternehmen zu zahlen sind, beinhalten alle Sozialabgaben wie Krankenversicherung, Rentenversicherung sowie Einkommensteuer, die das polnische Unternehmen im Heimatland für die entsendete Haushaltshilfe abführen muss. Dieser Betrag ist monatlich zu entrichten.

Bitte beachten Sie, dass Sie kein Arbeitgeber sind, sondern nur Auftraggeber. Arbeitgeber ist das polnische Personalunternehmen. Ihnen entstehen keine weiteren Kosten oder verwaltungs- oder steuerrechtliche Verpflichtungen, die ein Arbeitgeber hat.

3. Unterkunft und Verpflegung

Ein separates Zimmer mit Bett und Kleiderschrank, sowie Verpflegung müssen der Pflege- oder Haushaltshilfe unentgeltlich bereitgestellt werden.

Es fallen für den Auftraggeber keine weiteren Kosten an.

Gerne unterbreiten wir Ihnen ein individuelles Angebot.

  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
pflegestufen

Zuschüsse von der Pflegekasse bei der häuslichen Pflege

Die Zuschüsse der Pflegekasse sind gedacht für die Hilfe bei der Körperpflege, der Ernährung, der Mobilität und der hauswirtschaftlichen Versorgung. Wie die erhaltenen Beträge dann verteilt werden, liegt ausschließlich in der Entscheidung der zu pflegenden Person, der zuständigen Angehörigen oder des Betreuers.  Die Höhe des Pflegegeldes ist abhängig von der Pflegestufe. Auch Demenzerkrankte ohne Pflegestufe haben Anspruch auf Leistungen von der Pflegekasse. In solchen Fällen spricht man von der Pflegestufe 0 und der „eingeschränkten Alltagskompetenz“ (*). Pflegesachleistungen können für die Betreuung durch einen ambulanten Pflegedienst wie eine polnische Pflegekraft eingesetzt werden. Pflegesachleistungen können auch mit dem Pflegegeld kombiniert werden.

Zusätzlich zu den Pflegesachleistungen bzw. dem Pflegegeld für häusliche Pflege zahlt die Pflegekasse weitere Zuschüsse, mit denen das Wohnumfeld des Pflegebedürftigen verbessert werden kann. Die Gelder lassen sich beispielsweise für Umbaumaßnahmen innerhalb der Wohnung verwendet werden. Wohnungen können modernisiert, barrierefrei gestaltet oder mit intelligenter Haustechnik auf die Bedürfnisse der zu pflegenden Person eingerichtet werden. Mit dem neuen Pflegestärkungsgesetz wurden diese Zuschüsse deutlich angehoben: auf bis zu 4.000 Euro pro Maßnahme. Auch das kommt Ihnen und den polnischen Pflegekräften zugute.

Gegenwärtig werden von der Pflegekasse diese Beträge gezahlt:

Pflegestufe 0 mit eingeschränkter Alltagskompetenz:     123,00 Euro monatlich

Pflegestufe I:                                                                             244,00 Euro monatlich

Pflegestufe I mit eingeschränkter Alltagskompetenz:       316,00 Euro monatlich

Pflegestufe II:                                                                            458,00 Euro monatlich

Pflegestufe II mit eingeschränkter Alltagskompetenz:     545,00 Euro monatlich

Pflegestufe III:                                                                           728,00 Euro monatlich

+++

(*) Eingeschränkte Alltagskompetenz bedeutet, dass ein Mensch seine ganz alltäglichen Dinge nicht mehr selbstständig und eigenverantwortlich zu leisten imstande ist. Typische Symptome können sein, wenn die betroffene Person unkontrolliert die Wohnung verlässt, sich unangemessen aggressiv verhält, die eigenen Bedürfnisse wie Hunger und Durst nicht mehr wahrnimmt und vieles mehr. Insgesamt existieren dreizehn Kriterien. Sind davon mindestens zwei erfüllt, spricht man von einer eingeschränkten Alltagskompetenz.

Demenzgeld – finanzielle Unterstützung für Alzheimer-Patienten

Jedem ist bewusst, wie belastend die Betreuung von Pflegebedürftigen sein kann: psychisch, physisch und zeitlich. Die Erkrankten können sich anfangs noch recht gut in ihrem Alltag zurechtfinden. Stück für Stück nimmt die sogenannte Alltagskompetenz ab. Heilbar ist die Krankheit nicht. Höchstenfalls das Fortschreiten kann mit unterschiedlichen Angeboten verlangsamt werden. Kreative Beschäftigung, Ergotherapie, gesellige Zusammenkünfte wie beim Sitz-Tanz, all das gibt dem Patienten inneres Wohlgefühl und Geborgenheit. Die Sinne werden mit vielfältigen Reizen angesprochen. Aber all das kostet Geld.

Pflegestufe 0 – extra geschaffen für Demenz-Erkrankte

Für Demenzpatienten kann die sogenannte Pflegestufe 0 beantragt werden. Damit besteht Anspruch auf Demenzgeld. Dieses Geld ist unmittelbar zweckgebunden. Externe Angebote sollen wahrgenommen werden, um den Patienten zu einem stabileren Allgemeinzustand zu verhelfen. Auf der anderen Seite sollen die Angehörigen den Freiraum bekommen, den sie dringend benötigen. Die Höhe der Zahlungen von der Pflegekasse hängt von der individuellen Einschränkung ab. Übernommen werden für zusätzliche Betreuungsleistungen 100 oder 200 Euro pro Monat. Das Geld ist nicht Teil des Pflegegeldes. Die Pflegekasse übernimmt das Demenzgeld gegen einen entsprechenden Zahlungsnachweis.

Bereits zwei Kriterien genügen für den Anspruch auf Demenzgeld

Die behördliche Hürde für den Anspruch auf Demenzgeld ist relativ niedrig. Der Gesetzgeber hat dafür 13 Kriterien festgelegt. Dazu zählen zum Beispiel Verhaltensweisen wie das unkontrollierte Verlassen des Wohnbereichs. Hinzu kommen gefährdende Situationen, die jedem sofort als Risiko bewusstwerden. Vielleicht wurde der Herd nicht ausgestellt. Möglicherweise wurden fremde Personen unbedarft in die Wohnung gelassen. Aggressionen, Verfolgungswahn, therapieresistente Depressionen – all das fließt in die Beurteilung mit ein. Sind lediglich zwei dieser Beeinträchtigungen erfüllt, besteht Anspruch auf Demenzgeld. Wer bei seinen Verwandten erste Anzeichen der „Krankheit des Vergessens“ bemerkt, sollte schnellstens aktiv werden. Weil für die menschliche Würde jeder Augenblick zählt.

demenz
verhinderunge

Verhinderungspflege – Bezahlung für die Vertretung

Was für ein Wort – Verhinderungspflege – wir machen es gerne verständlich: Bei der sogenannten Verhinderungspflege handelt es sich um die Kosten für eine Krankheits- oder Urlaubsvertretung. Fällt die normalerweise bei Ihnen eingesetzte polnische Betreuerin aus, besteht Anspruch auf Ersatzpflege für maximal 28 Tagen pro Kalenderjahr. Dabei ist der Grund, weshalb die eigentliche Pflegekraft verhindert ist, nicht ausschlaggebend. Das kann Urlaub oder Krankheit sein, aber auch beispielsweise ein Arzttermin oder eine Familienfeier. Die Verhinderungspflege kann auch dann in Anspruch genommen werden, wenn ein Familienangehöriger die Pflege übernimmt, während die polnische Pflegekraft zu Hause ist. Die Kosten für die Vertretung übernimmt die Pflegekasse.

Eine Hilfe für die dringend benötigte Hilfe

Insgesamt können für die Verhinderungspflege pro Jahr bis zu 1.612 Euro in Anspruch genommen werden. Wer also über längere Zeit eine Ersatzpflege benötigt, ist hiermit deutlich bessergestellt, als das noch vor wenigen Jahren der Fall war. Die Gesetzgeber sind auf dem richtigen Weg, den Pflegebedürftigen ein würdevolles Alter zu ermöglichen. Rechtsverbindliche Auskünfte erteilen die Sozialversicherungsträger von den Pflegekassen über die Krankenkassen bis zu den Rentenversicherungsträgern. Soviel ist klar: Mit der Verhinderungspflege bleiben Sie oder ihre Angehörigen auch dann nicht im Regen stehen, wenn die vertraute Pflegekraft verhindert ist oder wichtige Angelegenheiten in der Heimat zu erledigen hat.

Steuerliche Absetzbarkeit der häuslichen Pflege

Grundsätzlich sind Pflegedienstleistungen steuerlich absetzbar, allerdings nicht in voller Höhe. Die Pflegekosten gelten als außergewöhnliche Belastung und können entsprechend in der Steuererklärung gelten gemacht werden. Exakte Auskünfte dazu kann – und darf – nur der Steuerberater oder die Finanzbehörde geben. Obergreifend lässt sich allerdings sagen, dass gegenwärtig – Stand 2016 – Kosten bis zu einer Höhe von 20.000 EUR angegeben werden können. Dieser absetzungsfähige Betrag kann für eine Steuergutschrift von bis zu 4.000 EUR sorgen.

Ausschlaggebend dafür, ob und in welcher Höhe die Aufwendungen steuerlich geltend gemacht werden können, ist zunächst die Pflegebedürftigkeit der jeweiligen Person. Dazu zählen diejenigen mit einer Pflegestufe I, II oder IIÍ und solche mit einer erheblichen Einschränkung der Alltagskompetenz. Auch wer lediglich kurzzeitig Pflege benötigt, kann die krankheitsbedingten Pflegekosten im gewissen Rahmen steuerlich absetzen. Unterschieden wird dabei zwischen zumutbaren und außergewöhnlichen Belastungen. Die Kosten, die den sogenannten Eigenanteil – die zumutbare Belastung – übersteigen, sind absetzbar. Interessant ist, dass es für den zumutbaren Teil, für haushaltsnahe Dienstleistungen und Pflege-Beschäftigungsverhältnisse weitere Steuerermäßigungen geben kann. Sich in dieser Hinsicht zu informieren, kann durchaus lohnenswert sein.

steuerlich